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2. Ozonschicht, Ozonloch und Bodenozon
Das Gas Ozon, welches anders als das atembare Gas: „Sauerstoff“ nicht aus zwei, sondern aus drei gebundenen Sauerstoffatomen, besteht, kommt in allen Schichten der Atmosphäre vor.
Ab einer Höhe von rund 20 Kilometern, also in der Stratosphäre, liegt Ozon jedoch in einer besonders hohen Konzentration vor, so dass man dort von der "Ozonschicht" spricht.
Das in der Stratosphäre vorliegende Ozon wirkt als eine Art Schutzschild, da es schädliche Ultraviolettstrahlen der Sonne absorbiert, die somit nicht mehr zur Erde gelangen. Diese Eigenschaft des Ozon ist für das Leben auf der Erde äußerst wichtig, da die schädlichen Ultraviolettstrahlen der Sonne Krankheiten wie Hautkrebs auslösen können.
Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts stellten Wissenschaftler fest, das die Konzentration des Ozons in der Stratosphäre über der Antarktis in bedenklichem Maße abgenommen hatte, so dass man von einem "Ozonloch" sprechen konnte. Bei weiteren Messungen wurde festgestellt, dass die Ausmaße des Ozonloches stetig größer wurden.
Da mit dem Rückgang der Konzentration an Ozon in der Stratosphäre auch die wichtige "Schutzschild-Funktion" des Ozon nicht mehr ausreichend gegeben war, mußten die Ursachen für den Ozonrückgang gefunden werden.
Es stellte sich heraus, dass Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die vor allem als Treib- und Kühlmittel verwendet wurden, der Auslöser für den Ozonrückgang waren.
Gelangen FCKW in die Atmosphäre reagieren Sie durch die Energie des Sonnenlichtes zu dem Gas Chlormonoxid, welches wiederum für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlich ist.
Da die Abnahme der Ozon-Konzentration in der Stratosphäre eine ernsthafte Bedrohung für die Menschheit darstellt, mußte gehandelt werden und die Emission an FCKW erheblich gesenkt werden. So wurde 1987 im Rahmen eines UNO-Kongresses von 49 Ländern das "Montreal Abkommen" unterzeichnet, dessen Ziel die drastische Senkung der Verwendung von FCKW war.
Im Jahre 1990 verpflichteten sich die Staaten der EU zu einem totalen Verbot der Verwendung von FCKW, womit die Ziele des "Montreal Abkommens" deutlich überschritten wurden.
Auch wenn die Emissionen an Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) seit den 90er Jahren in erheblichem Maße gesenkt wurden, besteht die Problematik des Ozonrückganges immer noch. Dies begründet sich darin, dass die FCKW, die bis zu den 90er Jahren in die Atmosphäre gelangt sind, sehr langlebig sind und die Ozonschicht noch längere Zeit schädigen werden.
Wie bereits oben erwähnt, liegt das Gas Ozon nicht nur in der Stratosphäre vor, sondern in allen Schichten der Atmosphäre.
Während das Ozon in der Stratosphäre als Segen betrachtet werden kann, kann sich Ozon in Bodennähe eher als Fluch erweisen, da Bodenozon die menschliche Gesundheit beeinträchtigt.
Besonders gefährlich ist das Bodenozon für Risikogrippen, wie Menschen mit Atemwegserkrankungen, ältere Menschen und Kleinkinder.
Die üblichen Konzentrationen an Ozon in Bodennähe liegen in einem Bereich, der noch als relativ ungefährlich angesehen werden kann.
Da Ozon jedoch auch als Nebenprodukt bei der Verbrennung fossiler Energieträger anfällt, kann die Konzentration an Ozon in Bodennähe temporär in bedenklichem Maße ansteigen, wenn das Ozon, bedingt durch die Wetterlage, nicht entweichen kann.
Diesen Effekt beobachtet man besonders bei sehr warmen Wetter, deshalb gibt es vor allem in den Sommermonaten auch immer wieder Ozonwarnungen.
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