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4.2 Anstieg des Meeresspiegel
Wenn die globale Erwärmung anhält, werden zwangsläufig auch die Meeresspiegel steigen. Schon die bisherige Steigerung der Durchschnittstemperatur hat zu einem Anstieg der Meeresspiegel geführt.
So ist der Meeresspiegel seit etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts um rund 20 Zentimeter gestiegen, wobei der größte Teil dieses Anstieges in den letzten 50 Jahren vonstatten ging, also in der Zeit in der sich die Atmosphäre um rund 0,5 Grad Celsius erwärmt hat.
Dass die Meeresspiegel, bedingt durch die globale Erwärmung, ansteigen, beruht auf zwei Gründen:
Erstens nimmt wärmeres Wasser ein größeres Volumen ein als kälteres Wasser ein und zweitens führt die Erwärmung zum Abschmelzen von Eis aus Gletschern und den Polen.
Wie weit der Meeresspiegel in den nächsten Jahren noch steigen wird, hängt natürlich vom Grad der weiteren Erwärmung ab und kann nicht sicher prognostiziert werden.
So geht die Forschungsorganisation CSIRO (Australia's Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) von einem Anstieg von rund 34 Zentimeter im 21. Jahrhundert aus, während der "Intergovernmental Panel on Climate Change" (IPCC) einen Anstieg von fast 90 Zentimeter im gleichen Zeitraum prognostiziert.
Würde in der Zukunft der schlimmste Fall eintreten, sprich das komplette Abschmelzen von Gletschern und polarem Eis, würde der Meerespegel um viele Meter ansteigen, was die völlige überflutung für sehr viele Regionen der Erde bedeuten würde.
Aber auch ein wesentlich geringerer Anstieg des Meeresspiegels bringt schon verheerende Folgen mit sich. So kämpfen bereits jetzt viele Regionen, wie zum Beispiel der Inselstaat Tuvalu oder Bangladesch mit immer extremeren Überflutungen.
Die Konsequenz stetig steigender Wasserstände ist, dass immer mehr Menschen zurückweichen und ihre Heimat verlassen müssen. Dies trifft insbesondere ärmere Länder, die nicht in der Lage sind, kostenintensive Hochwasserschutzmaßnahmen durchzuführen.
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